Überholung der kompletten 2. Achse

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exothermic
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Überholung der kompletten 2. Achse

Beitrag von exothermic » 16.10.2019 14:55

So, da mein lieber Udo seit dem Wochenende Winterruhe bezogen hat :( , wird es Zeit für das Technische, von dem ich ja ach so viel verstehe! *hust* :wink:
Laien sollen nicht wild drauf losfummeln? Da gehe ich voll mit, aber nach dem Studium der Lektüre muss ich das (Pseudo)Wissen schließlich in die Praxis umsetzen und irgendwie muss ich das alles ja auch mal lernen.

Die Planung sieht wie folgt aus...
- Blattfeder der HA ersetzen (Lagen sind punktuell teils arg dünn)
- Hinterachskörper komplett ausbauen, zerlegen und alles hübsch machen (inkl. entrosten und lackieren)
- alle Gummiteile wechseln, da die meisten derzeit verbauten rissig sind
- die defekten RBZ der HA ersetzen und ebenfalls die Bremsbacken (teils verölt, durch undichte RBZ)
- kurzum: die 2. Achse soll über den Winter komplett überholt werden

Das heißt für mich: viele dumme Fragen stellen, euch tierisch auf die Ketten gehen, bei allen Lesenden Kopfschütteln verursachen, gefolgt von Lachkrämpfen bis hin zu daraus resultierenden Ohnmachtsanfällen :mrgreen:

Und los geht's...
Udo habe ich auf vier Böcke gestellt, Räder samt Naben abgenommen, Bremsflüssigkeit abgelassen, Nachschalldämpfer und Anhängerkupplung abgebaut.
Nun ging es an die Blattfeder - für deren Ausbau habe ich aus dem Familienfundus eine Federspannvorrichtung bekommen und...habe versagt! :? Nicht weil ich zu blond dafür wäre (obwohl das sicherlich hätte sein können), sondern weil der Herzbolzen der Blattfeder nur knapp 6mm über die Mutter hinaussteht (12 müssen es lt. WHIMS sein)und die Federspannvorrichtung somit nicht genügend greifen kann. (Ich habe es versucht, aber das ist zu wenig Gewinde, um die Kräfte auszuhalten. Kurz bevor ich soweit war, die Feder herauszunehmen, riss der Herzbolzen aus der Spannvorrichtung und alles war auf Anfang. Das Gewinde des Herzbolzens ist noch hübsch und das der Federspannvorrichtung habe ich nachschneiden lassen, also ist zum Glück nichts kaputt.)
Methode 1 wird also nichts und für Methode 2 fehlt mir die passende Spannvorrichtung.
Wie bekomme ich die alte Feder nun am dümmsten raus? In anderen Foren wird etwas von Stemmeisen und großem Hammer geschrieben, aber ich schätze, das ist nur etwas für versierte Schrauber.

Und damit hat der Reigen von schier endlos erscheinenden Fragen begonnen. :wink:
Vielen Dank für Hilfe im Voraus :!:

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duesentrieb
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Re: Überholung der kompletten 2. Achse

Beitrag von duesentrieb » 16.10.2019 20:59

Hallihallo! :)

Um die Teile der Hinterachse auszubauen, braucht man nicht zwingend den Spanner.
Zuerst die jeweils untere Mutter der Stoßdämpfer abschrauben. Dann die jeweilige Achse kurz soweit belasten um die Schraube vom Stoßdämpfer herauszuziehen.
Dann kann man die Lenker und schließlich die Feder ausbauen.
Bei der neuen (regenerierten) Feder solltest Du darauf achten, dass das Gewinde dann ausreichenden Überstand für den Spanner hat.

Gutes Gelingen! :)
Unmögliches wird sofort erledigt,
nur Wunder dauern länger!

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exothermic
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Re: Überholung der kompletten 2. Achse

Beitrag von exothermic » 16.10.2019 21:20

Juhuuu, es ist parallel zu deiner Antwort (vielen Dank!) erfolgreich zu Ende gebracht worden! :D
Ich habe die Feder ohne Schäden und gar fast identisch zu deiner Anleitung rausbekommen.
Eine neue hintere Blattfeder hatte ich bereits aus dem Familienfundus erhalten - die muss ich nur im Winter noch einmal auseinander nehmen, fetten und kann sie dann mit Spanner einbauen (ja, der Herzbolzen der neuen Feder ist lang genug).

Morgen kann es dann an den Ausbau der Achskörper gehen, sofern ich die alten Schrauben abbekomme...

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Re: Überholung der kompletten 2. Achse

Beitrag von exothermic » 18.10.2019 20:20

Ach ja: Den Rest habe ich auch ausgebaut und nun warten die Hinterachskörper auf die Demontage und das Aufarbeiten aller Komponenten.
Aber alles mit der Ruhe, Udo darf ja eh erst wieder im April auf die Straßen, leider. :cry:

Btw: Der originale Unterbodenschutz ist noch zu sehr großen Teilen intakt und nur an wenigen Stellen abgeplatzt.
An den betreffenden Stellen (im Bild der schlimmste Bereich) sieht es dann so aus...
IMG_0607.jpg
IMG_0607.jpg (218.08 KiB) 3610 mal betrachtet
Wie verfahre ich am besten, um hier keinen großflächigen Rost aufkommen zu lassen? Udo ist ja ohnehin ein "Schönwetterauto", aber unerwarteten Regen kann ich ja nicht ausschließen.
Den alten Unterbodenschutz entfernen, Rostumwandler drauf, neuen Unterbodenschutz drauf? Ist sicher zu einfach gedacht, oder :?:

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duesentrieb
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Re: Überholung der kompletten 2. Achse

Beitrag von duesentrieb » 18.10.2019 21:02

KEINEN Rostumwandler bitte.

Bitte nach dem Entfernen von losen, nicht haftfähigen Schichten und so gut es geht auch den Rost, nach dem reinigen und entfernen von Schmutz, Staub und dem entfetten, z. B. mit Silikonentferner, von Mipa die Rostversiegelung auftragen.
Nach dem die Rostversiegelung trocken ist kann grundiert, lackiert, ggf. abgedichtet werden und schließlich Unterbodenschutz drauf.

Gutes Gelingen! :)
Unmögliches wird sofort erledigt,
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