Weltuntergang

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trabidriver
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Weltuntergang

Beitrag von trabidriver » 23.12.2012 17:35

Der Weltuntergang fand glatt am 21.12 nicht statt.
Nachdem auch schon die Zeugen Jehovas öfters
auf den Berg liefen, und nach Harmagedon riefen.
Ist nichts geschehen, die Erde tut sich weiterdrehen.
Drum laßt uns ruhig Weihnachten feiern,
die Erde wird weiter im Weltraum eiern.
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WooF
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Re: Weltuntergang

Beitrag von WooF » 03.01.2013 00:26

war eh klar...

für mich ist Welt das künstliche Konstrukt Gesellschaft und nicht gleichbedeutend mit dem Planet Erde.
oder anders ausgedrückt: unsere Welt ist zwar an den Planeten Erde gebunden, der Planet aber nicht an unsere Welt(en)...

und eine Welt, in der immer mehr nurmehr der blanke und kurzsichtige Egoismus herrscht, die darf ruhig untergehen...
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trabidriver
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Re: Weltuntergang

Beitrag von trabidriver » 03.01.2013 17:51

Hallo Woof, da muß ich Dir recht geben. "Apre nous le deluge"
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duesentrieb
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Re: Weltuntergang

Beitrag von duesentrieb » 03.01.2013 19:41

Nun ja...
Die Wahrscheinlichkeit, dass die geldgetriebene Gier nach Macht und Ruhm dafür sorgt, dass die Basis alles Lebens nach und nach unbewohnbarer wird, sehe ich durchaus als gegeben.
Wenn man sich die Entwicklung der Bevölkerungszahlen mit dem einhergehenden Willen besserer Lebensstandards vor Augen führt, kann einem schon etwas schwindelig werden.
Indien ist drauf und dran China bevölkerungsmäßig einzuholen.
Immer mehr Menschen, immer mehr Hunger und Durst - und damit meine ich nicht nur Wasser und Brot.
Der Appetit der modernen Zivilisation nagt und frisst an den Ressourcen, ausgeschieden wird Müll, Gift, CO2, ...
Nachhaltigkeit wird gepredigt, aber immer höher wird der Turm der Kurzlebigkeit.
Geräte mit einprogrammiertem Verfallsdatum, deren Rohstoffe unter menschenunwürdigen Bedingungen von geschundenen Kinderkörpern in sog. Entwicklungsländern mühsamst der Erde abgerungen werden und nebendran türmt sich der Schrott dieser Gerätschaften.

Da ist es doch besser bewährtes zu bewahren und weiterhin Pappe zu fahren! :)

LG
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trabidriver
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Re: Weltuntergang

Beitrag von trabidriver » 03.01.2013 20:53

Deutlicher kann man es nicht sagen, diejenigen die in der Pficht
stehen tun nichts, und die anderen können es nicht. Keiner der
verantwortlichen Politiker kann einmal wie Willy Brandt sagen,
"Wir haben uns bemüht".

MfG
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WooF
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Re: Weltuntergang

Beitrag von WooF » 05.01.2013 10:30

und für mich das Schlimmste ist: ich muss die Hand zwischen den verantwortlichen Richtungsweisern gar nicht mehr umdrehen, seit auch die Grünen dem "Wachstum! Wachstum!"-Wahn verfallen sind. :(

dass sich die derzeitige Regierung "konservativ" nennt, also "bewahrend", was die Bewahrung der Schöpfung doch eigentlich beinhalten sollte, und ihre Förderung des Strebens nach kurzfristigen Gewinnen auch noch unter einem C stattfindet, das für die Philosophie eines einfachen Zimmermanns stehen soll, der nicht nur zu Fuß durch Palästina gewandert ist, der meines Wissens auch etwas ganz anderes gepredigt hat, als dem Mammon zu dienen, macht die Sache nicht wirklich besser... :(
tatsächlich ist die Pastorentochter Merkel schuld daran, dass ich meinen alten Glauben aufgegeben habe, denn was diese C-Partei im Namen Gottes verbricht, ist nicht im Sinne des Gottes, von dem uns die Bibel erzählt.
(man merkt, wir haben erst kürzlich wieder die Geburt des Religionsstifters gefeiert... ;))

sucht mal bei youtube nach Volker Pispers; der Mann spricht mir aus der Seele...
auch gut: Reinhard Mey: Narrenschiff (live - die Studioversion gefällt mir noch besser, find' ich aber auf die Schnelle nicht :()
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Felix
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Re: Weltuntergang

Beitrag von Felix » 05.01.2013 20:11

trabidriver hat geschrieben:Deutlicher kann man es nicht sagen, diejenigen die in der Pficht
stehen tun nichts, und die anderen können es nicht. Keiner der
verantwortlichen Politiker kann einmal wie Willy Brandt sagen,
"Wir haben uns bemüht".
Diese Aussage würde ich betrefflich eines entschiedenden Aspekts vollkommen anders formulieren. Meiner Meinung nach stehen wir alle in der Pflicht. Jeder Einzelne kann versuchen nachhaltig zu Handeln. Möglichkeiten gibt es viele. Wirklich Gedanken machen sich aber die Wenigsten. Klar können Politiker mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln als einzelne Person relativ große Schritte machen. Aber man lese zum Beispiel Art. 20 Abs. 2 unseres Grundgesetzes:

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. [...]

Zugegeben, dort will man eher auf die sogenannte "freiheitlich demokratische Grundordnung" hinaus. Allerdings sieht man ja, wie ihr ganz richtig bemerkt habt, dass unsere Politiker nichts mehr zu Stande bringen. Umso wichtiger ist es, dass jeder Einzelne seinen Beitrag leistet! Man kann durchaus mit Rohstoffen etwas bewusster umgehen. Ein paar kleine Beispiele:

* Seit 2 Monaten fahre ich mit dem Bus zur Arbeit. Kostet mich finanziell das gleiche wie vorher, nur ein wenig mehr Zeit, aber die Kraftstoffersparnis liegt bei ca. 50l im Monat. Ganz nebenbei bewege ich mich dadurch mehr und habe auch Zeit endlich mal wieder ein Buch zu lesen.

* Seit geraumer Zeit trenne ich nun auch im Büro ALLE Geräte an meinem Arbeitsplatz mit einer schaltbaren Steckdosenleiste vom Netz wenn ich Feierabend mache. Klar, verbrauchen die Geräte im Standby nur 10% ihrer völlen Betriebsleistung, aber in diesem Zustand sind sie 80% der Zeit. Rein rechnerisch ergibt sich schon dabei eine Energieersparnis von 1/3 des Gesamtverbrauchs. Allein für meinen Arbeits PC sind das rund 500kWh (~125€) im Jahr (ich muss zugeben, dass die genaue Ersparnis nur ein Schätzwert ist).

* Es gibt preisgünstige Energieanbieter die eine wirklich grüne Phylosophie haben (zum Beispiel keinen Cent mehr in Atomenergie oder Kohlekraftwerke investieren).

* Trabi fahren! :) Es muss eben nicht immer alles neu gekauft werden. Vieles was bereits hergestellt wurde, aber von anderen nicht mehr benutzt wird, erfüllt seine Aufgaben immernoch problemlos.

Natürlich sind das alles nur kleine Schritte und ich will mich weiß Gott nicht als besserer Mensch darstellen. Ich bin was die Thematik betrifft genauso inkonsequent wie die meisten Anderen. Aber viele kleine Schritte machen in der Summe dann vielleicht eben doch einen großen Schritt. Sich aber der Verantwortung zu entziehen und immer alles nur auf die Politiker zu schieben finde ich nicht richtig. Nur damit wir uns richtig verstehen: Das Letztgesagte will ich hier Niemandem unterstellen, aber das Geschriebene könnte leicht so interpretiert werden.

Gruß, Felix
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Re: Weltuntergang

Beitrag von WooF » 05.01.2013 21:22

möchte nur auf folgendes hinweisen (zumal der bayerische Verkehrsminister jüngst die hohe Zahl an Verkehrstoten auf Bayerns Straßen bedauert hat und jetzt eine Sicherheitsoffensive starten will)...
ich würde ja gern einen Corsa fahren, der mit 4,5 bis 6,5l/100km auskommt...
- die Steuer läge bei der 1-Liter-Maschine (die meisten Angebote haben aber 1,2 und 1,6l) bei der Hälfte der 2-Liter-Maschine des Raumschiffs und die liegt mit 134€ schon unter den 151€ für die 600ccm des Trabbis...
die Krux aber ist: mit 389€ lag der Corsa bei der Versicherung nur unwesentlich unter den 396€ für den Omega (die 18000km Jahresfahrleistung reißen die Prämie halt immer wieder hoch :()...
- damit fährt der Corsa noch immer nicht umsonst, somit habe ich für relativ geringen Aufpreis deutlich mehr Auto fürs Geld...

das gute Umweltgewissen muss man sich in diesem, unserem Lande, mit seinen gesetzlichen Vorgaben, erst mal leisten können...

der Traum, dass weniger Fleischkonsum die Massentierhaltung beenden würde, ist m.E. auch nur ein frommer Traum...
- die für die Massentierhaltung notwendigen Kapazitäten wurden mit viel Geld geschaffen und wollen somit auch genutzt werden...
notfalls verkauft man das Fleisch aus dieser Massentierhaltung in kleinen, unauffälligen Mengen eben auch als Bio-Fleisch...
so groß wird der Aufwand schon nicht sein, dass man den Unterschied nicht gleich durch bloßen Augenschein erkennt...
- und bis jemand was merkt, ist es auch schon zu spät... :(
Bio-Fleisch bringt eh bessere Preise...
aber den Erzeugern wird man vorjammern, dass ihr Produkt "unverkäuflich" sei und ihre Erlöse damit weiter kürzen.

bei Motorrädern haben wir einen Stufenführerschein, d.h. man darf als Anfänger nicht gleich auf 100PS aufsteigen und losfahren...
ich denke, bei Autos wäre etwas ähnliches längst überfällig...
es kann aber auch nicht sein, dass die Erweiterung der Fahrerlaubnis dann wiederum mit erheblichen Kosten verbunden ist...
im Gegensatz zur landläufigen Meinung lernt man mit "untermotorisierten" Fahrzeugen das sichere Überholen und der Umwelt würde es in vielerlei Hinsicht nicht schaden, wenn weniger Potenzkrücken unterwegs wären (außerdem sehe ich bei meinen Nachbarn, wie beliebt deren kleiner Laubfrosch, ob der geringeren Betriebskosten gegenüber dem SUV, ist).

aber das Wechselkennzeichen, mit dem man, ohne deutliche Mehrkosten, neben der Familienkutsche eben auch noch einen kleinen Stadtflitzer für den täglichen Weg zur Arbeit unterhalten hätte können, haben unsere "Richtungsweiser" ja eben auch versemmelt (da ich für ein Fahrzeug mit Wechselkennzeichen zusätzlich auch noch einen absperrbaren Stellplatz benötige, kommt ein Wechselkennzeichen echt teurer als die gleichzeitige Anmeldung mehrerer Fahrzeuge - die man dann aber auch noch parallel nutzen (z.B. verleihen) kann)...
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Re: Weltuntergang

Beitrag von duesentrieb » 05.01.2013 23:10

Felix hat geschrieben: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. [...]
Ja, schon...
Nur, es gibt da aus meiner Sicht einen Haken.
Wie groß ist der Anteil der Wahlberechtigten in diesem unserem Lande, welcher wirklich in der Lage ist die extrem komplexen Zusammenhänge von Menschheitsgeschichte, Technologien, Volkswirtschaft, ..., nachvollziehen und vorausblicken kann, um zu wissen was gut ist, bzw. welche der zur Wahl stehenden Parteien diejenige ist, deren Leute das Richtige für den Einzelnen, für das Land, für die Völkergemeinschaft tun?

Die in Deutschland wählbaren Parteien, deren Programme zielen aus meiner Sicht nicht darauf ab Dinge zu tun was wirklich wichtig für eine Volksgemeinschaft ist, sondern designen diese um möglichst viel der durchschnittlich interessierten und gebildeten breiten, mitschwimmenden Masse für sich zu gewinnen um an die Macht zu kommen / zu bleiben.
Auch wenn ich Gefahr laufe etwas zu äußern, womit manche evtl. ein Problem haben.
Aufgrund der o. g. Komplexität der modernen Welt, ist meiner Meinung nach eine Demokratie nicht die beste Lösung. Wohin es führen kann, sieht man in dem Land, in dem sie quasi erfunden wurde. In einer Gesellschaft, in der alles Lebenswichtige lokal und überschaubar ist, mag des Volkes Wille der richtigere Weg für ein vernünftiges Miteinander sein.
Eine moderne Regierung müsste ein Gremium aus parteilosen Spezialisten sein, welche in Summe die vorhin genannte Komplexität der Dinge beherrscht und womöglich auch unpopuläre Entscheidungen trifft, solange sie dem Ganzen wirklich dient.

Von dieser Regierung wünsche ich mir, dass z. B. die Hersteller von Endkunden-Gerätschaften verpflichtet werden, dass sie so gestaltet sein müssen, dass verschleißbehaftete Komponenten wie z. B. Akkus von Mobilgeräten wie Navi, Handy, Tablet, ..., einfach austauschbar sein müssen und ohne eingebautes Gebrauchslimit.
Ich wünsche mir, dass z. B. nur neue Produkte verkauft werden können, bei deren Entwicklung und Herstellung der Einsatz von Rohstoffen und Energie ebenso reglementiert und auch gekennzeichnet werden wie der Verbrauch des Endprodukts. Es ist geradezu pervers, dass man mit extrem energieverzehrendem Einsatz von Leichtmetallen und/oder Carbonfasern Fahrzeuge baut, die dadurch nur um Nachkommastellen sparsamer sind, aber im Vorfeld Unmengen an Dreck und CO2 erzeugt wird, die das Fahrzeug später zeitlebens nie einsparen kann.

Nur, wenn man alles auf ein vernünftiges Maß bringen will, würde es bedeuten, dass nahezu alles was wir konsumieren teurer und dass das Leben an mancher Stelle unbequemer wird.

Aber noch wollen das heute die Wenigsten - denke ich.
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Re: Weltuntergang

Beitrag von Felix » 05.01.2013 23:34

Hallo Woof,
WooF hat geschrieben:das gute Umweltgewissen muss man sich in diesem, unserem Lande, mit seinen gesetzlichen Vorgaben, erst mal leisten können...
Hier und da mag das stimmen. Insbesondere wenn es um die Anschaffung eines spritsparenden Autos geht oder auch um den immer noch klein wenig teureren Strom von alternativen Anbietern. Ökologisch gesehen ist es aber nicht gerade sinnvoll ein modernes spritsparendes Auto beim Händler zu bestellen. Den Energie- und Rohstoffaufwand zur Herstellung von dem Auto muss man erstmal wieder einsparen. Die meisten Maßnahmen die das Umweltgewissen beruhigen sparen sogar Geld. Ebenso der von dir angesprochene Verzicht auf Fleisch, denn schließlich ist Fleisch nicht gerade billig. Ich habe das aber bewusst nicht aufgelistet, da das für die meisten Menschen ein rotes Tuch ist. Dennoch ist Fleisch zu essen gesamtwirtschaftlich und ökologisch gesehen eigentlich ziemlich fatal. Die Argumentation, dass weniger Fleisch essen nichts bringt, weil die Kapazitäten für die Massentierhaltung ja schon da sind kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Es ist ja nicht so, dass alle von heut auf morgen aufhören Fleisch zu essen. Die Anlagen hingegen müssen kontinuierlich erneuert und modernisiert werden. Wird der Fleischkonsum und damit die Nachfrage reduziert, werden sich auch die Fertigungskapazitäten wieder reduzieren. Sicher geht das nicht alles von heut auf morgen.

Hallo Peter,
duesentrieb hat geschrieben:Die in Deutschland wählbaren Parteien, deren Programme zielen aus meiner Sicht nicht darauf ab Dinge zu tun was wirklich wichtig für eine Volksgemeinschaft ist, sondern designen diese um möglichst viel der durchschnittlich interessierten und gebildeten breiten, mitschwimmenden Masse für sich zu gewinnen um an die Macht zu kommen / zu bleiben.
[...]
Eine moderne Regierung müsste ein Gremium aus parteilosen Spezialisten sein, welche in Summe die vorhin genannte Komplexität der Dinge beherrscht und womöglich auch unpopuläre Entscheidungen trifft, solange sie dem Ganzen wirklich dient.
Da gehe ich bei beidem voll mit. Und weil wir eben diese verkorksten politischen Verhältnisse zur Zeit haben, ist die besondere Initiative des Einzelnen gefordert. Auf politische Lösungen brauchen wir (zur Zeit) wohl nicht hoffen. Aber wie gesagt, wenn jeder ein bisschen mehr Verantwortung zeigt, gehts vielleicht auch so in die richtige Richtung. Bequem ist das allerdings tatsächlich nicht immer. Wie oft muss ich zum Feierabend dann noch 3 Minuten warten, bis der PC runtergefahren ist, um seinen Strom abzuschalten. Auch der Weg zur Bushaltestelle ist bei Regen nicht so toll. Aber irgend einen Preis werden wir wohl zahlen müssen, noch können wir uns aber aussuchen welcher das wohl ist.

Gruß, Felix
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Re: Weltuntergang

Beitrag von duesentrieb » 06.01.2013 00:58

Felix hat geschrieben: ... ist die besondere Initiative des Einzelnen gefordert ...
Sicher kann jeder Einzelne etwas dazu beitragen.
Nur, wenn der Durchschnittsdeutsche glaubt zu wissen, dass z. B. ein Hybrid- oder Elektroauto gut für die Umwelt ist, weil es so angepriesen wird, da es ja kein/ganz wenig CO2 ausstößt, dann kauft er sich sowas und ist festen Glaubens etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Ihm wird nicht gesagt wird, wie groß die Schattenseite ist.
Kritik, belegbare Argumente die den ökologischen Irrsinn dieser Fahrzeuge belegen, wird nicht zur Primetime auf den Mainstream-Sendern gebracht. (Sorry für die Anglizismen.)

Wie bereits erwähnt, gibt es nur wenige Menschen, die den Über-/Durchblick haben und noch viel weniger welche ökologisch sinnvolle Nachhaltigkeit in Reinform leben. Letzere sind von der wohlstandsverwöhnten, unwissenden Allgemeinheit belächelte Sonderlinge.
Aufklärung, wie jeder Einzelne sinnvoll umfassend Gutes tun kann, wäre Sache der Regierung/Obrigkeit und diese müsste auch die Industrie/Wirtschaft in die richtige Richtung lenken - ohne finanzielle Interessen zu berücksichtigen.
Jemand der die unbequeme Wahrheit, entgegen wirtschaftlich geleiteter Belange äußert, ist nicht populär.
Gewählt wird der, der einem persönlich sympathisch ist und nach "Volkes (unwissender) Stimme" spricht.
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Re: Weltuntergang

Beitrag von Felix » 06.01.2013 08:10

Hmm, da hast du natürlich recht, aber neben der Politik haben auch insbesondere die Medien einen Bildungsauftrag. Doch mit den Medien ist es genau das gleiche Problem wie mit der Politik. Auf beides brauchen wir wohl nicht mehr bauen.

Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass man was tun kann, wenn man denn nur will. Man muss eben mal über sein Handeln nachdenken. Dass Bus fahren Umwelttechnisch günstiger ist, als mit dem eigenen Auto fahren, wird wohl auch jedem einleuchten, der sich nicht gezielt informiert. Das Strom abschalten statt sinnlos laufen lassen, Energie und damit Rohstoffe spart sollte auch ohne besondere Kenntnisse klar werden. Aber im Kern der Sache hast du natürlich recht. Als ich in meine erste Wohnung eingezogen bin, hab ich mir auch gedacht, dass ich dort nur Energiesparlampen aufhänge. Umwelttechnisch völliger Blödsinn, aber das wurde mir leider auch erst hinterher klar. Inzwischen hab ich einen kleinen Vorrat an guten alten Glühbirnen und kaufe keine neuen Energiesparlampen mehr. Die umwelttechnische Fehlbildung ist schon ein harter Brocken. Aber immernoch: Jeder kann sich informieren!

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Re: Weltuntergang

Beitrag von trabidriver » 06.01.2013 12:38

Nicht immer ist technische Errungenschaft,
auch ein Fortschritt, z.B. Energiesparlampen.
Schon allein wegen der Quecksilbergefahr,
habe ich mich mit Glühbirnen eingedeckt.
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Re: Weltuntergang

Beitrag von WooF » 06.01.2013 13:31

naja, die Wahlen...
m.E. haben die Wahlberechtigten, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben, bei der letzten BuTa-Wahl die Fortführung einer großen Koalition gewählt...
- nur leider war just die im Vorfeld ja schon definitiv ausgeschlossen worden... :(

ich habe ohnehin mehr und mehr den Eindruck, dass die Deutschen am liebsten einen wohlwollenden Diktator/Monarchen wählen wollen...
- ungeachtet des Umstandes, dass wohlwollende Menschen selten den nötigen Machthunger haben - oder entwickeln - den sie bräuchten, um sich in der Politik überhaupt profilieren zu können...

das andere Problem ist, dass keine alleingültige Wahrheit gibt!
Klassiker sind eben das oben erwähnte Hybrid- oder auch Elektroauto und die Energiesparlampen...
meist kippt der positive ökologische Effekt mit der Anzahl der Leute, die daran teilnehmen...

das eigentliche Problem ist wohl, dass alles immer gleich für Millionen zur Verfügung gestellt wird und letztendlich eben immer auch der Dreck von Millionen anfällt...
würden nur 1% der derzeitigen Weltbevölkerung Dreck machen, würde die Natur damit wahrscheinlich sogar aus eigener Kraft fertig werden...
1%, das wären etwa 60Mio und das ist etwa die Menge von Menschen, die derzeit in Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens, lebt...
aber wer soll und will sich den Schuh schon anziehen, 99% der Menschheit ins Jenseits zu befördern?
- Naturkatastrophen und/oder Seuchen wären freilich gnädig, aber der letzte "Weltuntergang" wurde ja nun unlängst kurzfristig abgesagt... ;)
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Re: Weltuntergang

Beitrag von duesentrieb » 06.01.2013 18:39

WooF hat geschrieben: ... aber wer soll und will sich den Schuh schon anziehen, 99% der Menschheit ins Jenseits zu befördern? ...
Da müssten aber vorher noch ein paar Soylent Green Fabriken gebaut werden. ;-)
(Dieser Film von 1973 trifft nach wie vor den Nagel auf den Kopf!)
WooF hat geschrieben: ... ich habe ohnehin mehr und mehr den Eindruck, dass die Deutschen am liebsten einen wohlwollenden Diktator/Monarchen wählen wollen...
Tja...
Das wäre in der Tat eine reizvolle Alternative. Solange dieser Monarch kompetente, von wirtschaftlichen Interessen unbefangene Berater hat...

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